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Luftemissionen bei TT-Line

Die Verbrennung von Treibstoff in den Schiffsmotoren verursacht grundsätzlich Emissionen in die Luft. Dies kann nicht gänzlich vermieden werden. Ein Teil der Emissionen muss als schädlich für Gesundheit bzw. Umwelt eingestuft werden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Schwefeloxide (SOx), Stickoxide (NOx) und Partikel. Bei der Weiterentwicklung von Schiffsmotoren beziehungsweise dem Schiffsbetrieb werden daher große Anstrengungen darauf verwendet, diese Abgaskomponenten weiter zu reduzieren.

Bereits 1995 setzte TT-Line die neuen umweltfreundlichen Schiffe Robin Hood und Nils Dacke ein. Diese beiden Schwesterschiffe besitzen einen diesel-elektrischen Antrieb und verwendeten sauberen Kraftstoff mit niedrigem Schwefelgehalt. Bei der nächsten Schiffsgeneration, Nils Holgersson und Peter Pan, die 2001 in Betrieb genommen wurde, hat TT-Line das Konzept wiederholt und mit der Installation von Pod-Antrieben weiterentwickelt.

Diesel-elektrische Antriebssysteme zeichnen sich dadurch aus, dass die Dieselmotoren lediglich elektrische Generatoren antreiben und auf diese Weise elektrische Energie für den Leistungsbedarf des Schiffes bereit stellen. Das bedeutet, dass auch die Propeller von Elektromotoren angetrieben werden. Weil die Dieselmotoren in dieser Konfiguration stets mit konstanter Drehzahl laufen können, bleiben unter anderem die NOx-Emissionen auch unter weniger optimalen Betriebsbedingungen relativ konstant.

Diesel-electric propulsion systemVon der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organisation, IMO) gibt es heute über das MARPOL-Übereinkommen strenge Vorschriften für Schiffsemissionen. Auf SOx wird dabei über eine Begrenzung des Schwefelgehalts im Treibstoff eingegangen, weil aus dem Schwefel während des Verbrennungsprozesses Schwefeloxide entstehen. NOx wird für neue Motoren reguliert, indem seine Konzentration im Abgas begrenzt wird.

Für Schiffe, die in der Ostsee fahren, einem von mehreren festgelegten Schwefelsondergebieten (SOx Emission Control Areas, SECA), legen die MARPOL-Vorschriften seit 2015 fest, nur noch Treibstoff zu verwenden, der maximal 0,1% Schwefel enthält. Verglichen mit dem zuvor gültigen Grenzwert bedeutet dies eine Reduktion von 90%.

Die einfachste Möglichkeit diesen Anforderungen nachzukommen, ist die Verwendung von schwefelarmem Kraftstoff. Hierbei handelt es sich entweder um Destillatkraftstoff oder um andere, besonders schwefelarme Schiffstreibstoffe. Weil solche Treibstoffe erheblich teurer sind, steigen die Betriebskosten entsprechend an Eine Alternative besteht darin, Abgasreinigungstechnik an Bord zu installieren, die dann neben dem Schwefel auch die ausgestroßenen Partikel signifikant reduzieren. Auf diese Weise kann weiterhin Treibstoff mit höherem Schwefelgehalt verwendet werden. Eine solche Installation muss jedoch technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar sein.

TT-Line hat im Sommer 2014 erstmals ein Abgaswäschersystem auf dem Fährschiff Nils Dacke installiert. Die Wäscher entfernen SOx und Partikel aus den Abgasen. Die erfolgreich bewährte Pilotanlage gehörte zu den ersten Hybrid-Nasswäschersystemen, die auf dieser Art von Schiff installiert wurden. Sie wurde von der EU, im Rahmen des TEN-T-Projekts „Green Bridge on Nordic Corridor“, kofinanziert. TT-Line nutzt die Abgasreinigungstechnik mitlerweile auf vier ihrer Fährschiffe.

Die derzeit beste Möglichkeit, Schwefelemissionen fast gänzlich zu vermeiden, ist die Umstellung auf alternative Treibstoffe wie z.B. verflüssigtes Erdgas (LNG). Aufgrund der sehr hohen Kosten für die Nachrüstung vorhandener Schiffe, wird dieser Lösungsansatz fast ausschließlich beim Schiffsneubau umgesetzt. Im Dezember 2019 bekann in China der Bau des neuen TT-Line GreenShips, das mit LNG betrieben wird.

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