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Eine bewegte Geschichte: das Leben der Nils Holgersson I


Die Nils Holgersson wurde 1961-62 als Baunummer 18 bei der Hanseatischen Werft in Hamburg gebaut. Am 26. März 1962 wurde sie an TT-Line übergeben und eröffnete am 28. März den Dienst Travemünde-Trelleborg.

Am 01. Dezember 1966 wurde sie zu Gösta Berling umgetauft, da sie von der Nils Holgersson II ersetzt werden sollte.

Die Flender Werft in Lübeck baute die Göste Berling im Februar 1968 um. Sie ersetzte die Nils Holgersson II und Peter Pan während ihrer Werftzeiten. Von 1967 bis 1971 wurde sie jeden Sommer ins Mittelmeer verchartert und kam dort als Sardaigne zum Einsatz.

Im Sommer 1971 bot sich eine Möglichkeit, GÖSTA BERLING für eine Winterbeschäftigung in die Karibik zu verchartern. Ein Charterer suchte ein Schiff für Reisen zwischen der Dominikanischen Republik und Puerto Rico nach Miami. Als Gösta Berling auf der ersten Reise mit 175 Passgieren von Santo Domingo in Miami ankam, wurde das Schiff erst einmal festgehalten, weil Gösta Berling keine FMC-Bescheinigung hatte – der Charterer hatte sich darum nicht gekümmert. Letztlich konnte der Dienst nicht beginnen, weil dem Charterer die US$ 175.000 für die Strafe fehlten. Gösta Berling lag 1972 immer noch in Santo Domingo und hatte noch keine weitere Fahrt unternommen. Nach einer aufregenden Fahrt über den Atlantik, lief das Schiff aber pünktlich in Toulon ein, um seinen Sommerdienst im Mittelmeer wieder aufzunehmen.

Im Oktober 1972 wurde Gösta Berling in der Flender Werft in Lübeck auf Kreuzfahrtstandard umgebaut. Im Mai 1973 eröffnete TT-Line einen neuen Sommerliniendienst nach Leningrad, Danzig und Rönne, wo die Gösta Berling eingesetzt wurde. Nach diversen Kurzkreuzfahrten bzw. Shopping-Fahrten auf der Ostsee sollte die Gösta Berling 1975 einen neuen Dienst zwischen St. Malo und Southampton im Ärmelkanal eröffnen. Um mehr Passagiere für die Linie zu interessieren, wurde das Schiff in MARY POPPINS umbenannt. Aus politischen Gründen konnte auch hier das Schiff seinen Dienst nicht antreten und kehrte unverrichteter Dinge wieder zurück in die Ostsee.

Das Schiff wurde erst einmal für Shopping-Fahrten eingesetzt, für die natürlich erst einmal wieder Werbung gemacht werden musste. Es wurde ein Liniendienst an 3 Tagen in der Woche nach Kopenhagen aufgenommen und über das Jahresende eine „Kreuzfahrt“ nach Andalsnaes in Norwegen gemacht, auf der den Passagieren von Andalsnaes aus die Möglichkeit zum Skifahren gegeben wurde. Um sie auf das Skifahren einzustimmen, wurde auf dem Autodeck eine Kunststoffloipe verlegt, damit bereits während der Überfahrt trainiert werden konnte.

Außerdem wurden Untersuchungen angestellt, das Schiff für Pilgerfahrten im Roten Meer einzusetzen. Dieses Projekt wurde allerdings schon im Anfangsstadium zu den Akten gelegt, weil die Klimaanlage des Schiffes nicht für die klimatischen Verhältnisse im Roten Meer ausreichte.

MS Mary Poppins wurde 1976 mangels anderweitiger Beschäftigung wieder für Shoppingfahrten eingesetzt. Ende des Jahres 1976 verkaufte TT-Linie das Schiff an einen griechischen Reeder, der das Schiff unter dem Namen Samaina zwischen Piräus und Tinos, Syros, Ikaria und Samos im regelmäßigen Fährdienst einsetzte und zeitweise Tagesreisen nach Patmos machte. 1991 wechselte die inzwischen 29 Jahre alte Fähre nochmals ihren Besitzer. Mit ehrwürdigen 38 Jahren wurde die erste Nils Holgersson am 28. Juni 2000 auf ihrer letzten Reise nach Indien geschleppt. Dafür wurde sie noch einmal in Sama 1 umgetauft. Am 21. Juli 2000 erreichte die Sama 1 Indien, wo die Schneidbrenner warteten...

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